Wenn in der Salzburger Altstadt die ersten Maronibrater ihre Öfen anheizen, wissen wir: Jetzt ist der Herbst wirklich da. Der Duft von gerösteten Maroni zieht durch die Gassen, man wärmt sich die Hände an der kleinen Papiertüte und schält die heißen Früchte noch im Gehen. Genau dieses Gefühl holen wir uns heute in die Küche, mit saftigen Maroni-Muffins aus frisch gemahlenem Dinkel.
Sie sind schnell gemacht, nicht zu süß und schmecken herrlich nussig. Perfekt für die Jause, für den Sonntagskaffee oder als kleiner Gruß für die Nachbarn.
Maronizeit in Salzburg: ein Stück Herbst in der Papiertüte
Für viele von uns gehört der Maronistand zur kalten Jahreszeit einfach dazu. Kaum werden die Tage kürzer, stehen die Maronibrater wieder an ihren Plätzen in der Stadt, und bis in den Winter hinein begleitet uns ihr Duft beim Einkaufen und Bummeln. Bei uns daheim in Hallein ist es fast schon ein kleines Ritual: Wer in die Stadt fährt, bringt eine Tüte Maroni mit nach Hause.
Maroni sind die Früchte der Edelkastanie. Viele davon kommen aus dem Süden, etwa aus Italien. In Österreich wachsen Edelkastanien vor allem in milderen Gegenden, zum Beispiel in der Steiermark. Geröstet schmecken sie süßlich und mild, gekocht und püriert werden sie cremig und fein. Und genau dieses Püree macht unsere Muffins so wunderbar saftig.
Warum Maroni-Muffins mit frisch gemahlenem Dinkel so gut schmecken
Dinkel und Maroni sind ein richtig schönes Paar. Frisch gemahlener Dinkel bringt einen milden, leicht nussigen Geschmack mit, und das ganze Korn mit Keimling und Randschichten steckt im Mehl. Das Maronipüree ergänzt das mit seiner sanften Süße und sorgt dafür, dass die Muffins auch am nächsten Tag noch schön weich sind.
Ein kleiner Tipp aus unserer Backstube: Frisch gemahlenes Vollkornmehl nimmt etwas mehr Flüssigkeit auf als gekauftes Auszugsmehl. Lass den Teig deshalb vor dem Backen ein paar Minuten stehen. So kann das Mehl quellen, und die Muffins werden besonders locker.
Wichtig: Die Maroni selbst kommen nicht in deine Getreidemühle. Die Mühle ist fürs trockene Korn da. Das Maronipüree kaufst du fertig oder machst es ganz einfach im Topf und mit dem Pürierstab.
Rezept: Dinkel-Maroni-Muffins
Für 12 Muffins brauchst du ein Muffinblech mit Papierförmchen. Insgesamt bist du in etwa 45 Minuten fertig.
Zutaten
- 200 g Dinkel, fein gemahlen
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- ½ TL Zimt
- 200 g Maronipüree (ungesüßt; wenn du gesüßtes nimmst, reduzier den Zucker)
- 2 Eier
- 80 g brauner Zucker oder Rohrohrzucker
- 80 ml mildes Rapsöl oder geschmolzene Butter
- 150 ml Milch
- optional: 50 g gebratene Maroni, grob gehackt, oder ein paar Schokostückchen
Maronipüree selbst machen
Wenn du dein Püree lieber selbst kochst: Schneide etwa 300 g frische Maroni an der gewölbten Seite kreuzweise ein und koch sie rund 20 bis 30 Minuten in Wasser, bis sie weich sind. Noch warm schälen, auch die dünne braune Innenhaut abziehen, und mit einem Schuss Milch fein pürieren. Fertiges Maronipüree bekommst du im Herbst in vielen Supermärkten, oft auch vakuumverpackte, bereits geschälte Maroni.
Schritt 1: Dinkel frisch mahlen
Heiz den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Mahl den Dinkel fein und misch das Mehl in einer Schüssel mit Backpulver, Salz und Zimt. Du wirst sofort merken, wie gut frisch gemahlenes Mehl duftet.
Schritt 2: Maronipüree einrühren
Verrühr in einer zweiten Schüssel das Maronipüree mit den Eiern, dem Zucker, dem Öl und der Milch, bis eine glatte Masse entsteht. Gib die Mehlmischung dazu und rühr nur so lange, bis alles gerade verbunden ist. Wer mag, hebt jetzt die gehackten Maroni unter. Lass den Teig 10 Minuten quellen.
Schritt 3: Teig in die Förmchen füllen
Setz die Papierförmchen ins Muffinblech und füll den Teig mit zwei Löffeln ein, jeweils etwa zu zwei Dritteln. Wenn du magst, legst du auf jeden Muffin noch ein Stückchen Maroni.
Schritt 4: 20 bis 25 Minuten backen
Back die Muffins auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Mach die Stäbchenprobe: Bleibt kein Teig mehr hängen, sind sie fertig. Lass sie kurz im Blech und dann auf einem Gitter auskühlen.
Unser Tipp: Gut verpackt bleiben die Muffins zwei bis drei Tage saftig. Sie lassen sich auch prima einfrieren, dann hast du immer eine kleine Herbstjause im Haus.
Maroni wie vom Stand: so brätst du sie daheim
Für die Deko oder einfach zum Naschen kannst du Maroni auch im Backofen braten. Schneide sie an der gewölbten Seite kreuzweise ein, damit sie nicht platzen, und leg sie mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Blech. Bei etwa 200 °C brauchen sie rund 20 bis 25 Minuten, bis die Schale aufspringt. Eine ofenfeste Schale mit Wasser im Rohr hält sie schön saftig. Danach kurz in ein Geschirrtuch wickeln, dann lassen sie sich leichter schälen. Mit einem Häferl Tee dazu fühlt sich die Küche fast an wie die Altstadt im Herbst.
Ideen und Varianten
- Mit Schokolade: Ein paar Stückchen Zartbitterschokolade passen wunderbar zu Maroni.
- Mit Apfel: Ein kleiner, fein gewürfelter Apfel macht die Muffins noch fruchtiger.
- Für Kinder: Ein Klecks Schlagobers oder ein dünner Schokoguss obendrauf, und die Jause ist gerettet.
- Mit anderem Korn: Statt Dinkel kannst du auch frisch gemahlenen Weizen verwenden.
Lust auf noch mehr Herbstbacken? Dann schau gern bei unserem Kürbisbrot mit frisch gemahlenem Dinkel vorbei.
Mit deiner Salzburger Getreidemühle in die Maronizeit
Für uns ist es das Schönste am Herbstbacken, wenn der Dinkel frisch gemahlen in die Schüssel rieselt und kurz darauf die ganze Küche nach Maroni und Zimt duftet. Mit deiner Salzburger Getreidemühle mahlst du dein Mehl genau dann, wenn du es brauchst, so fein, wie dein Rezept es verlangt.
Probier’s aus, und erzähl uns gern, wie dir die Maroni-Muffins geschmeckt haben. Wir freuen uns darauf!




