Aufbau eines Getreidekorns

Aufbau eines Getreidekorns

Das Getreidekorn ist reich an Inhaltstoffen, die für unseren Körper zum Großteil lebensnotwendig sind. Es beinhaltet Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette – also die drei Makronährstoffe. Außerdem sind im Getreide sowohl Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) als auch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. In welchem Teil des Getreidekorns sich welche Nährstoffe befinden, werdet ihr im heutigen Beitrag erfahren.

Im Allgemeinen besteht ein Getreidekorn ausGetreidekornaufbau

  • einem Keim (5 %)
  • einem Mehlkörper (ca. 80 %) und
  • den Randschichten, zu denen die Frucht- und Samenschalen sowie die Aleuronschicht zählen (15%). [1]

 

Der Mehlkörper [2]

Der Mehlkörper, der auch Endosperm genannt wird, bildet den mengen- und gewichtsmäßig größten Teil des Korns. Er besteht aus Stärkekörpern, zwischen denen sich Kleberproteine befinden und die durch ballaststoffreiche[3] Zelltrennwände abgegrenzt werden. Der gesamte Mehlkörper ist von der sogenannten Aleuronschicht umgeben. Diese setzt sich aus Eiweißen und Ölen zusammen und ist reich an B-Vitaminen sowie an Vitamin E. Der Mehlkörper ist ein Energiespeicher, der den Keim nährt – vor allem wenn dieser keimt.

Der Getreidekeim und die Randschichten

Der Keim und die Randschichten sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sie enthalten Fettsäuren, einschließlich der essenziellen Linol- und Alpha-Linolensäure, und hochwertiges Protein.“ [4] Die Randschichten schützen das Getreidekorn – vor allem aber den Keim. Das ist auch der Grund dafür, warum sie sehr reich an Ballaststoffen sind.

Welche Vitamine sich im Getreide befinden, haben wir in einem weiteren Blogbeitrag für euch zusammengefasst. Und auch zu den sekundären Pflanzenstoffen gibt’s Wissenswertes auf unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

 

Quellen

[1] Rittenau, N. (2019): Vegan-Klischee ade! Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung. Mainz: Ventil Verlag UG & Co. KG,  S. 238

[2] Rittenau, N. (2019): S. 238; Münzing-Ruef, I. (2000): Kursbuch gesunde Ernährung. Die Küche als Apotheke der Natur. München: Wilhelm Heyne Verlag, S. 301; Koerber, K., Männle, T., Leitzmann, C. (2004): Vollwert-Ernährung : Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung. Stuttgart: Haug, S. 244

[3] Was Ballaststoffe sind und wie sie im Körper wirken, könnt ihr in diesem Beitrag erfahren >>

[4] Koerber, K., Männle, T., Leitzmann, C. (2004): S. 244

Abbildung: https://www.ble-medienservice.de/frontend/esddownload/index/id/304/on/6207/act/dl (10.03.2020)