Setzt man sich mit dem Thema der Ernährung auseinander und/oder verfolgt unsere Blogbeiträge, dann sind einem wahrscheinlich die Vorteile vom vollen Getreidekorn sowie von Produkten aus Vollkornmehl bewusst. Im Vergleich zu Weißmehlerzeugnissen enthalten diese nämlich einen viel höheren Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen. Letztere spielen im heutigen Beitrag eine bedeutende Rolle. Denn der Anteil der Ballaststoffe in einem Getreideerzeugnis lässt darauf schließen, ob es sich tatsächlich um ein Vollkornprodukt handelt oder nicht.* Lasst euch beim Kauf gesunder Getreideprodukte daher nicht von Bezeichnungen wie „Mehrkorn“, „steingemahlen“ oder „100% Weizen“ beirren. So erkennst du „echte“ Vollkornprodukte

Der US-amerikanische Allgemeinmediziner Dr. Michael Greger empfiehlt für das Erkennen „echter“ Vollkornprodukte die „Fünf-zu-Eins-Regel“. Hierbei soll man nicht nur auf die Zutatenliste, sondern auch auf die Nährwertangaben auf der Packung achten. Mithilfe der Regel prüft man, ob das Verhältnis von Kohlenhydraten in Gramm zu Ballaststoffen in Gramm fünf oder weniger zu eins beträgt.

Um die „Fünf-zu-Eins-Regel“ besser zu veranschaulichen, haben wir zwei Beispiele für euch: Wir nehmen an, ein gekauftes Brot enthält pro Scheibe 30 g Kohlenhydrate und 3 g Ballaststoffe. Dividieren wir nun dreißig durch drei, dann erhalten wir zehn. Das Verhältnis wäre also zehn (Kohlenhydrate) zu eins (Ballaststoffe). Da wir aber laut der Regel ein Verhältnis von fünf zu eins (oder auch weniger) haben wollen, wäre der Kauf dieses Brotes nicht zu empfehlen. Ein Vollkornbrot, das pro Portion 16 g Kohlenhydrate und 4 g Ballaststoffe enthält, wäre mit einem Verhältnis von vier zu eins ein Brot, das man gerne kaufen kann.

Wie ihr seht, ist es gar nicht so schwierig, „echte“ Vollkornprodukte zu identifizieren. Falls ihr noch mehr zum Erkennen vollwertiger Getreideerzeugnisse erfahren wollt, dann haben wir HIER noch einen Beitrag für euch >>

 

*Wir gehen hier von gekauften Vollkornprodukten aus. Mahlt ihr nämlich euer Mehl selbst mit einer Salzburger Getreidemühle und verwendet dafür ganzes Bio-Getreide, dann müsst ihr euch die Frage nach „echten“ Vollkornprodukten nicht stellen.

 

Referenzen

Greger, Michael M.D. (mit Gene Stone) (2016): How Not To Die. Entdecken Sie Nahrungsmittel, die ihr Leben verlängern und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen. New York: Flatiron Books, S. 344-345

https://nutritionfacts.org/

Das war: So erkennst du „echte“ Vollkornprodukte