Der Roggen ist ein sehr robustes Getreide. Er kann in hoch gelegenen Gebieten angebaut werden, in Europa meist sogar im Winter. Dem Roggen wird nachgesagt, dass er kräftigen soll, was unter anderem an seinen wertvollen  Inhaltsstoffen liegt.

Neben energiespenden Kohlenhydraten und verdauungsfördernden Ballaststoffen ist vor allem der hohe Gehalt an Proteinen hervorzuheben. „Mit 11,6 Prozent Proteingehalt steht Roggen ziemlich vorn auf der Getreidelist, knapp nach Hafer und Weizen.[1] Roggen hat ebenso eine sehr gute biologische Wertigkeit, da er eine bedeutende Menge an der essentiellen Aminosäure Lysin beinhaltet. Roggen

Abgesehen von den wichtigen Makronährstoffen, bringt der Roggen auch viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe mit sich. Bemerkenswert sind die hohen Gehalte von B-Vitaminen, Vitamin E, Kalzium, Fluor, Eisen und besonders auch Kalium. Das Getreide liefert uns außerdem wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe (Phenolsäuren, Phytoöstrogene, Protease-Inhibitoren etc.).

Bei uns in Europa wird Roggen meist in Form von Roggen(vollkorn)brot gegessen. Hierfür muss der Teig aus Roggenmehl versäuert werden. Roggensauerteigbrot schmeckt lange saftig und frisch, die Säuerung lässt das Brot „sich selbst konservieren“. „Außerdem werden im Roggensauerteig die negativen Auswirkungen der Phytinsäure neutralisiert, die bei Getreidekost zum Teil wertvolle Mineralstoffe und Vitamine vom Körper >>abblockt<<.“ [2]

Roggen eignet sich in der Küche eher zum Backen, kann jedoch auch anders genossen werden. Das Getreide kann zum Beispiel drei Tage lang gekeimt werden und als Sprießkorn in kleinen Mengen als Topping für Salate oder andere Gerichte dienen. Ebenso in Müslis können Roggenvollkornflocken richtig gut schmecken.

All unsere Salzburger Getreidemühlen eignen sich sehr gut, um frisches Roggenvollkornmehl zu mahlen. Hier könnt ihr gerne einen Blick auf die Mühlen werfen >>

 

Referenzen

Münzing-Ruef, I. (2000): Kursbuch gesunde Ernährung. Die Küche als Apotheke der Natur. München: Wilhelm Heyne Verlag

https://www.dge.de/presse/pm/dge-aktualisiert-die-referenzwerte-fuer-natrium-chlorid-und-kalium/

https://de.wikipedia.org/wiki/Roggen

https://nutritionfacts.org/video/does-rye-bread-protect-against-cancer/

Foto: H. Aumayr

[1] Münzing-Ruef, I. (2000): Kursbuch gesunde Ernährung. Die Küche als Apotheke der Natur. München: Wilhelm Heyne Verlag, S. 359

[2] Münzing-Ruef, I. (2000): Kursbuch gesunde Ernährung. Die Küche als Apotheke der Natur. München: Wilhelm Heyne Verlag, S. 361