Heidelbeertatscherl mit frisch gemahlenem Vollkornmehl
Heidelbeertatscherl gehören zu jenen einfachen Mehlspeisen, die nach Sommer, Landküche und gemütlichen Nachmittagen duften. Saftige Heidelbeeren treffen auf einen lockeren Teig aus frisch gemahlenem Vollkornmehl. In der Pfanne goldbraun gebacken, schmecken die kleinen Tatscherl zum Frühstück, als süße Hauptspeise oder als unkompliziertes Dessert.
Besonders aromatisch werden Heidelbeertatscherl, wenn das Getreide erst unmittelbar vor der Zubereitung gemahlen wird. Frisch gemahlenes Dinkel- oder Weizenmehl besitzt einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack und passt wunderbar zur natürlichen Süße der Beeren.
Zutaten für etwa 10 bis 12 Heidelbeertatscherl
- 180 g Dinkel oder Weizen, frisch zu Vollkornmehl gemahlen
- 1 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 2 Eier
- 250 ml Milch oder ungesüßter Pflanzendrink
- 1 bis 2 EL Honig, Ahornsirup oder Rohrohrzucker
- 1 TL Vanille
- 200 g frische oder tiefgekühlte Heidelbeeren
- Butter oder ein neutrales Öl zum Ausbacken
- Optional: frisch gequetschte Haferflocken, Joghurt oder gehackte Nüsse zum Servieren
Frisches Mehl für einen aromatischen Teig
Mahlen Sie Dinkel oder Weizen möglichst kurz vor dem Backen. Eine Getreidemühle mit Granit-Mahlsteinen, etwa die Salzburger MT-12 oder die kompaktere Kornelia MH-6, ermöglicht es, den Mahlgrad passend zum Rezept einzustellen. Für besonders lockere Tatscherl eignet sich fein gemahlenes Vollkornmehl. Wer eine rustikalere Struktur bevorzugt, kann einen kleinen Teil etwas gröber mahlen.
Frisch gemahlenes Mehl nimmt Flüssigkeit häufig anders auf als lange gelagertes Mehl. Lassen Sie den Teig deshalb einige Minuten quellen und geben Sie bei Bedarf noch einen kleinen Schuss Milch hinzu.
Heidelbeertatscherl zubereiten
Vermischen Sie das frisch gemahlene Mehl mit Backpulver und Salz. In einer zweiten Schüssel Eier, Milch, Süßungsmittel und Vanille verquirlen. Die flüssigen Zutaten zum Mehl geben und nur so lange verrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.
Lassen Sie den Teig etwa zehn Minuten ruhen. Heben Sie anschließend die Heidelbeeren vorsichtig unter. Tiefgekühlte Beeren müssen nicht aufgetaut werden, da sie sonst zu viel Saft an den Teig abgeben können.
Erhitzen Sie etwas Butter oder Öl in einer schweren Pfanne. Geben Sie pro Tatscherl etwa zwei Esslöffel Teig hinein und backen Sie die kleinen Küchlein bei mittlerer Hitze. Sobald sich an der Oberfläche Bläschen bilden und die Ränder fest werden, vorsichtig wenden. Die zweite Seite goldbraun fertig backen.
Servieren und natürlich genießen
Traditionell schmecken Heidelbeertatscherl mit etwas Staubzucker oder einem Löffel Joghurt. Für mehr Biss können Sie frische Haferflocken darüberstreuen. Diese lassen sich mit einem handbetriebenen Flocker wie dem Flakemaster unmittelbar vor dem Essen quetschen.
Auch gehackte Walnüsse, ein Klecks Apfelmus oder zusätzliche frische Beeren passen gut dazu. Wer saisonal kocht, kann die Heidelbeeren später im Jahr durch klein geschnittene Äpfel oder Birnen ersetzen.
Ein Stück Salzburger Mehlspeisentradition
Heidelbeertatscherl zeigen, wie aus wenigen natürlichen Zutaten etwas Besonderes entstehen kann. Frisches Korn, reife Beeren und sorgfältige Zubereitung verbinden bäuerliche Küche mit einem bewussten, modernen Lebensstil. Genau darin liegt der Wert echter Küchenarbeit: Lebensmittel nicht nur zu verbrauchen, sondern sie mit den eigenen Händen zu verarbeiten und ihren Ursprung wieder wahrzunehmen.



