Der Weihnachtsstollen mit gutem Gewissen

Bei einem Weihnachtsstollen denken viele von euch wahrscheinlich nicht daran, dass dieser ohne Butter, ohne Ei oder ohne Milch auskommt, oder? Wir haben das Stollenrezept à la Schloss Rudolfshausen von der dortigen „Schloss-Köchin“ Helene Walterskirchen bekommen. Das Großartige an diesem Rezept ist, dass es vegan, fettarm und glutenfrei ist. Man kann den Stollen also ganz ohne schlechtem Gewissen naschen. Und auch für Allergiker eignet sich dieses Rezept sehr gut. Vielen Dank an dieser Stelle an das Schloss Rudolfshausen und Helene Walterskirchen.

Der Weihnachtsstollen mit gutem Gewissen

Zutaten für den Stollen

  • 300 g Reismehl
  • 1 Bio-Frischhefe (es geht auch Trockenhefe) von Bioreal/Agrano
  • etwas lauwarmes Wasser für die Hefe
  • eine Prise Salz
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 schwacher Esslöffel Olivenöl
  • 200 g Rosinen in Bioqualität
  • etwas warmes Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • 1 Packung Orangeat (in Würfelchen) in Bioqualität
  • 1 Packung Zitronat (in Würfelchen) in Bioqualität
  • 250 g Haselnüsse (geschrotet) in Bioqualität
  • 250 g Datteln ohne Stein (in Stückchen geschnitten) in Bioqualität
  • 1 Tasse Reissirup zum Süßen
  • ½ Tasse Reissirup zum Bestreichen des gebackenen Stollens
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • zum Verarbeiten des Stollenteiges: etwas extra Reismehl

 

Zubereitung

Zuerst das Hefeteigerl ansetzen: eine kleine bis mittelgroße Schüssel, in diese das Mehl geben, eine Grube in das Mehl machen, in die dann das Hefeteigerl kommt. Dann ein Haferl nehmen, die Hefe dort hineinbröckeln, Salz und Zucker hinzugeben sowie etwas lauwarmes Wasser (das Haferl sollte nur zur Hälfe gefüllt sein). Sodann mit einer Gabel alles gut durchmischen (die Hefe muss sich vollkommen aufgelöst haben). Anschließend das Hefeteigerl in die Grube des Mehls gießen und etwas Reismehl darauf streuen. Ein Tuch darüber decken und die Schüssel warm stellen, z.B. auf die Zentralheizung oder in einen Backofen mit 50 Grad Celsius. Ca. 1 Std. stehen lassen, damit das Hefeteigerl aufgehen kann (Sie sehen es an den Blasen, die es bildet).

Wenn das Hefeteigerl nicht aufgeht, müssen Sie es mit einer anderen Hefe erneut versuchen. Das Aufgehen des Hefeteigerls ist Zeichen dafür, dass danach auch der Hefeteig aufgeht. Wenn das Hefeteigerl gegangen ist, das Öl zum Teig geben, evtl. mit noch etwas warmes Wasser, und die Masse mit den Händen durcharbeiten bis sich ein Teig bildet. Je mehr und je besser Sie den Hefeteig durcharbeiten, umso geschmeidiger wird er. Wenn der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt, sondern einen Teigklumpen bildet, ist er bereit für die Verarbeitung zum Stollen. Lassen Sie ihn am besten noch einmal eine halbe oder eine ganze Stunde ruhen, damit er aufgehen kann und luftiger wird (bei warmer Zimmertemperatur).

Weichen Sie währenddessen die Rosinen in das warme Wasser ein und mahlen Sie die ganzen Haselnüsse in Stückchen (geschrotet – nicht fein gemahlen). Danach den Hefeteig auf ein Brett geben, auf das Sie vorher Reismehl gestreut haben (damit der Hefeteig nicht festklebt; wenn das Mehl verbraucht ist, immer wieder mal Reismehl darunter streuen) und peu à peu die Zutaten hinzugeben, also Rosinen, Nüsse, Orangeat und Zitronat, Datteln und ebenso den Reissirup. Nun alles kräftig mit den Händen durchmischen und durcharbeiten (für einen Stollen braucht man viel Armkraft, denn je besser man knetet umso besser wird die Teigmasse).

Wenn der erste Teil der Zutaten eingearbeitet ist, den zweiten Teil hinzugeben und wieder alles kräftig einarbeiten. Wenn alle Zutaten eingearbeitet sind und der Teig schön geschmeidig ist, einen Stollenleib formen und auf ein Blech legen (auf Backpapier).

Sie können nun den Stollen in das Backrohr stellen (ca. 10 Min. Vorheizen nicht vergessen) und bei einem Hefezopf-Programm Ihres Backofens eine Stunde lang backen. Danach den Stollen noch etwas im Backrohr lassen (bei geöffneter Tür), damit er langsam herunterkühlt. Sodann den Stollen herausnehmen, auf ein Holzbrett legen und ihn mit dem verbleibenden Reissirup bestreichen. Danach mit Puderzucker überstreuen. Wenn der Stollen ganz ausgekühlt ist, ihn gut einpacken (z.B. Bio-Plastiktüte) und in den Keller oder Dachboden oder sonst einen kühlen Platz im Haus stellen, damit er für einige Tage durchziehen und sein ganzes Aroma entfalten kann. Wenn Sie ihn anschneiden, den Rest des Stollens wieder kaltstellen (sonst trocknet er aus und wird dürr).

 

Der Weihnachtsstollen mit gutem Gewissen ist natürlich nicht das einzige Rezept vom Schloss Rudolshausen. Hier weitere Rezepte aus der Schloss Küchehttps://www.schlossrudolfshausen.de/category/schloss-rezept-empfehlungen-de/

 

Und hier kommt ihr noch zu unserem letzten Rezept: Berti’s Vollkornlebkuchen

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